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Adolph Müller – ein Pionier aus Westfalen

Home - Elektromobilität - Adolph Müller – ein Pionier aus Westfalen

  • April 14, 2026

Adolph Müller – ein Pionier aus Westfalen

Adolph Müller zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der frühen Elektromobilität in Deutschland. Einen entscheidenden Impuls erhielt er während seiner ersten Reise in die USA im Jahr 1893, die ihn zur Weltausstellung nach Chicago führte. Dort begegnete er erstmals elektrisch betriebenen Automobilen und erkannte früh deren Potenzial. Müller erwarb ein Fahrzeug der Marke Studebaker Runabout, brachte es nach Deutschland und nutzte es über viele Jahre hinweg selbst. Es gilt als das erste fahrtüchtige Elektrofahrzeug in Deutschland. Die Eindrücke aus den Vereinigten Staaten wirkten nachhaltig. In den Jahren 1897 und 1898 begann Müller mit eigenen Versuchen, um die Leistungsfähigkeit des Elektroantriebs weiterzuentwickeln und dessen Vorteile gegenüber dem damals dominierenden Benzinmotor zu belegen.

Seine Überzeugung formulierte er 1907 klar und vorausschauend. Er sah die Zukunft der Elektromobilität insbesondere im Bereich des städtischen Nutzverkehrs. Anwendungen wie Droschken, Liefer- und Lastwagen, Feuerwehrfahrzeuge oder Omnibusse erschienen ihm besonders geeignet. Voraussetzung dafür waren technisch ausgereifte Fahrzeuge, eine durchdachte Batterietechnik und eine gut organisierte Infrastruktur, etwa in Form zentraler Garagen. Unter diesen Bedingungen hielt er den elektrischen Antrieb für wirtschaftlicher und praktikabler als den Benzinmotor. Die von Müller mitgegründete Accumulatoren-Fabrik Aktiengesellschaft entwickelte sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg zum Markt- und Technologieführer im Bereich der Akkumulatorentechnik in Deutschland.

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